50 Jahre Friedrich-Naumann-Stiftung für die Freiheit - Festakt 50 Jahre

Festakt 50 Jahre

Auf den Tag genau 50 Jahre nach ihrer Gründung hat die Friedrich-Naumann-Stiftung für die Freiheit ihren runden Geburtstag mit einem Festakt gefeiert, in Bonn, im alten Plenarsaal des Bundestages. Und wie es sich für einen Geburtstag gehört, trafen sich zu diesem Anlass viele Persönlichkeiten, die maßgeblich die Geschicke der Stiftung mitbestimmt hatten – allen voran der frühere Vorstandsvorsitzende und heutige Festredner Lord Ralf Dahrendorf. Zugleich war aber auch zu spüren: Man hat in der Öffentlichkeit registriert, dass die Stiftung mit ihrem Namenszusatz „für die Freiheit“ seit dem vergangenen Jahr deutlich zeigt, wohin ihr Weg führt – dies machte das Grußwort des Bundespräsidenten Professor Horst Köhler deutlich. In der Tat erschöpfte sich der Festakt nicht in der Würdigung der 50-jährigen Stiftungsgeschichte. Er setzte zugleich ein Signal des Aufbruchs – nichts Besseres hätte der Friedrich-Naumann-Stiftung für die Freiheit zu ihrem Jubiläum passieren können.



Alter Plenarsaal, Bonn
Wer die Live-Übertragung bei Phoenix mitverfolgte, sah unter den nahezu 1500 Gästen im bis auf den letzten Platz besetzten Plenum viel Prominenz. Viel liberale Prominenz wie Walter Scheel, der Vorsitzende des Kuratoriums der Stiftung Professor Jürgen Morlok und der FDP-Partei- und Fraktionsvorsitzenden Guido Westerwelle. Otto Graf Lambsdorff, lange Jahre Vorsitzender der Stiftung, der im Anschluss an die Reden eine hochinteressante Diskussionsrunde mit den internationalen Gästen Siim Kallas, Tony Leon und Otto Guevara Guth moderierte. Auch Prominenz aus anderen politischen Lagern war zu Gast, in erster Linie die Repräsentanten der anderen politischen Stiftungen. Und nicht zuletzt Vertreter des Diplomatischen Corps, Abgeordnete des Europaparlaments, des Bundestages und verschiedener Landtage. Wolfgang Gerhardt, Vorsitzender des Vorstands der Stiftung, freute sich besonders, den Enkel des Stiftungsgründers Theodor Heuss, Ludwig Theodor Heuss, und die Urenkelin von Friedrich Naumann, Dorothea Bauer, begrüßen zu können.

Bescheidenheit und Selbstvertrauen

Wolfgang Gerhardt
Ihnen und den Gästen versicherte Gerhardt, dass die Stiftung ihrem Auftrag treu bleiben werde. Dazu gehöre vor allem, sich gerade in den freiheitlichen Gesellschaften „über die Voraussetzungen der Freiheit und ihre Gefährdungen wieder Klarheit zu verschaffen.“ Gerhardt forderte, „Bescheidenheit mit Selbstvertrauen zu verbinden und sich auch von einem Staat zu emanzipieren, der zwar beschützt, aber eben auch oft genug beschneidet.“ Die Botschaft der Stiftung für die Freiheit bleibe „die Botschaft der Menschenrechte, der Aufklärung und des Humanismus.“ Deshalb könne die Stiftung zuversichtlich in die Zukunft blicken.

„Eine Stiftung, die den Zusatz ‚für die Freiheit’ im Namen trägt, ist besonders gefordert bei der Frage, wie unser Gemeinwesen im Spannungsfeld zwischen Freiheit, Gleichheit und Gerechtigkeit gestaltet werden soll“ – mit diesen Worten griff Bundespräsident Prof. Horst Köhler das auf, was Wolfgang Gerhardt zuvor zum Kurs der Stiftung gesagt hatte. In der Tat befinde sich Deutschland „in einer Zeitenwende,“ in der die Balance dieser Werte neu austariert werden müsse. Er forderte dazu auf, in diesem Zusammenhang auch beim Sozialreformer Friedrich Naumann mit seinen Erfahrungen des Strukturwandels vor 100 Jahren nachzulesen.

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