Festakt 50 Jahre
Auf den Tag genau 50 Jahre nach ihrer Gründung hat die Friedrich-Naumann-Stiftung für die Freiheit ihren runden Geburtstag mit einem Festakt gefeiert, in Bonn, im alten Plenarsaal des Bundestages. Und wie es sich für einen Geburtstag gehört, trafen sich zu diesem Anlass viele Persönlichkeiten, die maßgeblich die Geschicke der Stiftung mitbestimmt hatten – allen voran der frühere Vorstandsvorsitzende und heutige Festredner Lord Ralf Dahrendorf. Zugleich war aber auch zu spüren: Man hat in der Öffentlichkeit registriert, dass die Stiftung mit ihrem Namenszusatz „für die Freiheit“ seit dem vergangenen Jahr deutlich zeigt, wohin ihr Weg führt – dies machte das Grußwort des Bundespräsidenten Professor Horst Köhler deutlich. In der Tat erschöpfte sich der Festakt nicht in der Würdigung der 50-jährigen Stiftungsgeschichte. Er setzte zugleich ein Signal des Aufbruchs – nichts Besseres hätte der Friedrich-Naumann-Stiftung für die Freiheit zu ihrem Jubiläum passieren können.
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| Alter Plenarsaal, Bonn |
Bescheidenheit und Selbstvertrauen
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| Wolfgang Gerhardt |
„Eine Stiftung, die den Zusatz ‚für die Freiheit’ im Namen trägt, ist besonders gefordert bei der Frage, wie unser Gemeinwesen im Spannungsfeld zwischen Freiheit, Gleichheit und Gerechtigkeit gestaltet werden soll“ – mit diesen Worten griff Bundespräsident Prof. Horst Köhler das auf, was Wolfgang Gerhardt zuvor zum Kurs der Stiftung gesagt hatte. In der Tat befinde sich Deutschland „in einer Zeitenwende,“ in der die Balance dieser Werte neu austariert werden müsse. Er forderte dazu auf, in diesem Zusammenhang auch beim Sozialreformer Friedrich Naumann mit seinen Erfahrungen des Strukturwandels vor 100 Jahren nachzulesen.
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