50 Jahre Friedrich-Naumann-Stiftung für die Freiheit - Naumann

Friedrich Naumann

Friedrich Naumann
Friedrich Naumann
* 25. März 1860, Störmtal
+ 24. August 1919, Travemünde

Der frühere Pastor und spätere Politiker Friedrich Naumann gründete 1918 die "Staatsbürgerschule". In seiner letzten öffentlichen Rede hat Naumann deren Ziele noch einmal auf den Punkt gebracht: "Wenn wir Republikaner sein wollen, müssen wir ein anderes Bildungsideal haben als bisher. Vom Untertanen verlangt man keine Staatskenntnisse, aber vom Bürger. Der Untertan zahlt Steuern, gehorcht und spielt Klavier oder Skat, der Bürger braucht noch etwas mehr." Als die Initiatoren einer FDP-nahen Stiftung 1958 ihre Institution für politische Bildung gründeten, bezogen sie sich dabei explizit mit der Benennung der Stiftung auf Friedrich Naumann und den damaligen "ersten Versuch" einer Institution für politische Bildung.

Lebenslauf

1876 - 1879 Fürstenschule St. Afra in Meißen

1879 - 1883 Studium der evangelischen Theologie in Leipzig und Erlangen

1883 - 1885 Oberhelfer in Wicherns "Rauhem Haus" zu Hamburg

1886 - 1890 Pfarrer in Langenberg, Sachsen

1890 - 1897 Geistlicher der Inneren Mission in Frankfurt am Main

Politik

1888 Erste Rede vor zentraler Tagung

1895 Gründung der Wochenzeitschrift "Die Hilfe"

1896 Gründung des Nationalsozialen Vereins

1897 Übersiedlung nach Berlin; Ausscheiden aus dem Pfarramt

1903 Auflösung des Nationalsozialen Vereins, Übertritt des Naumann-Kreises in die Freisinnige Vereinigung

1907 - Wahl in den Reichstag als Abgeordneter von Heilbronn

1919 - Als Abgeordneter von Berlin in die Nationalversammlung. Wahl zum Vorsitzenden der neu gegründeten Deutschen Demokratischen Partei

Ehrung (u.a.)

Ehrendoktor der Theologie der Universität Heidelberg


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