50 Jahre Friedrich-Naumann-Stiftung für die Freiheit - Marktwirtschaft

Marktwirtschaft

Auf dem Markt, dem Marktplatz, spielt sich Wirtschaft in ihrer ursprünglichen Form ab. Produzenten und Händler bieten Waren an, Verbraucher vergleichen, wählen unter konkurrierenden Produkten aus, kaufen. Der Markt funktioniert nur, wenn er nicht beschränkt wird: jeder muss anbieten, jeder muss kaufen, Preise müssen sich frei bilden können. Eingriffe sind nur insoweit zulässig, und auch unerlässlich, als sie die Freiheit des Marktes sichern. Es dürfen also beispielsweise weder bestimmte Anbieter noch Nachfrager ausgeschlossen noch Preise abgesprochen und damit Kartelle oder Oligopole gebildet werden.

Der liberale Ökonom Walter Eucken sprach von der Markwirtschaft als der "Verkehrswirtschaft", der er die "zentralgeleitete Wirtschaft" gegenüberstellte. Kritiker der Marktwirtschaft behaupten immer wieder, man dürfe nicht alles dem Markt überlassen, denn das führte zur sozialen Ungerechtigkeit und in die Ellenbogengesellschaft. Dem ist entgegenzuhalten, dass der Markt, wenn er sich wirklich entfalten kann, sehr viel mehr von sich aus regelt, als die Interventionisten es wahrhaben wollen. Daher ist auch gegenüber Zusätzen zum Begriff "Marktwirtschaft" wie "sozial" oder "ökologisch" Skepsis angebracht.

Heinz Murmann


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