50 Jahre Friedrich-Naumann-Stiftung für die Freiheit - Lambsdorff

Otto Graf Lambsdorff

Otto Graf Lamsdorff
Otto Graf Lamsdorff
* 20. Dezember 1926, Aachen
+ 5. Dezember 2009, Bonn

Nachdem Lambsdorff 1993 den Parteivorsitz der FDP an Klaus Kinkel übergeben hatte und zum Ehrenvorsitzenden gewählt worden war, übernahm er den Vorsitz der Stiftung. Schon vor seiner Zeit als Wirtschaftsminister in den 70er Jahren hatte sich der Liberale in Stiftungsgremien engagiert. Lambsdorf war ein profilierter Kämpfer für die marktwirtschaftliche Erneuerung des Landes. In seine Zeit als Wirtschaftsminister fällt das pointierte "Lambsdorff-Papier" von 1982, das den Koalitionswechsel der FDP zur CDU einläutete. Der Liberale verstand Politik für die Freiheit aber ganz umfassend: Als Stiftungsvorstand setzte er sich leidenschaftlich für gesellschaftspolitische Freiheiten und die universelle Gültigkeit von Menschenrechten ein – auch gegenüber China. Sein konsequentes Eintreten für die Rechte des tibetischen Volkes, gemeinsam mit seinem Geschäftsführer Rolf Berndt, führten zur Schließung des Stiftungsbüros in Peking. Vor allem in der Schlussphase seiner Amtszeit positionierte Lambsdorff die Stiftung als Vordenker in der Föderalismusdebatte.

Lebenslauf

1947 - 1955 Studium der Rechtswissenschaften in Bonn und Köln mit Promotion

1955 - 1971 Tätigkeit bei einer Bank, zuletzt als Generalbevollmächtigter

1960 Zulassung als Rechtsanwalt

1971 - 1977 Vorstandsmitglied der Victoria-Rückversicherungs AG

Politik

1951 Eintritt in die FDP

1968 - 1978 Landesschatzmeister der FDP Nordrhein-Westfalen

1972 bis 1993 Mitglied des Bundesvorstandes der FDP

1972 - 1977 wirtschaftspolitischer Sprecher der FDP

1972 - 1998 Mitglied des Bundestages

1977 - 1984 Bundesminister für Wirtschaft

1982 - 1993 Mitglied des Parteipräsidiums

1984 - 1997 wirtschaftspolitischer Sprecher der FDP

1988 - 1993 Bundesvorsitzender der FDP

1991 - 1994 Präsident der Liberalen Internationale

1999 - 2001 Bundesbeauftragter des Bundeskanzlers für die Stiftungsinitiative deutscher Unternehmer zur Entschädigung ehemaliger NS-Zwangsarbeiter

Stiftung

1972 - 1995 Mitglied des Kuratoriums der Friedrich-Naumann-Stiftung

1973 - 1977 Stellvertretender Vorsitzender der Friedrich-Naumann-Stiftung

1977 - 1979 Vorsitzender der Friedrich-Naumann-Stiftung

1979 - 1995 Stellvertretender Vorsitzender der Friedrich-Naumann-Stiftung

1995 - 2006 Vorstandsvorsitzender der Friedrich-Naumann-Stiftung

Ehrungen (u.a.)

Ehrenvorsitzender der FDP

Ehrendomherr beim Domstift Brandenburg

Toleranzpreis des Jüdischen Museums Berlin

Großkreuz des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland 


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