50 Jahre Friedrich-Naumann-Stiftung für die Freiheit Erbe


Walter Erbe

Water Erbe
Walter Erbe
* 20. Juni 1909, Reutlingen
+ 3. Oktober 1967, Tübingen

Zusammen mit seiner Frau wurde Erbe nach dem 20. Juli 1944 wegen "Vorbereitung des Hochverrats" verhaftet. Nach 1945 trat er der liberalen Partei bei und wurde im baden-württembergischen Landtag zum leidenschaftlichen Parlamentarier. 

Für die Friedrich-Naumann-Stiftung wurde Erbe als Gründungsvorsitzender tätig. Der Rechtsprofessor war - als Politiker und Wissenschaftler - für die programmatische Ausgestaltung der neuen Stiftung geradezu prädestiniert. Die kargen Anfangsjahre beschrieb er so: „Wir müssen klein anfangen, der Geschäftsführer begnügt sich mit einer geringen Vergütung, die Sekretärin führt auch noch die Kassengeschäfte und unser Studienleiter hat die Leitung aller Seminare und dazu, in Gemeinschaft mit dem Geschäftsführer, ihrer Vorbereitung wahrzunehmen“.

Lebenslauf

Studium der Rechtswissenschaften in Tübingen

1941 - 1944 Rechtsprofessor in Berlin und Jena

1944 - 1945 Inhaftierung in Frankfurt/Oder  

1946 - 1967 Professor für römisches und bürgerliches Recht in Tübingen

1948 - 1951Rektor der Universität Tübingen

1950 - 1955Präsident der deutschen UNESCO-Kommission

1951 - 1967Vorstandsvorsitzender des Instituts für Auslandsbeziehungen

Politik

1945 Eintritt in die DVP in Baden-Württemberg

1952 - 1956 Landtagsabgeordneter in Baden-Württemberg

1957 - 1967 Landtagsabgeordneter in Baden-Württemberg

Stiftung

Mitbegründer der Stiftung

1958 - 1961 Erster Vorstandsvorsitzender der Friedrich-Naumann-Stiftung

1961 - 1967 Stellvertretender Vorstandsvorsitzender der Friedrich-Naumann-Stiftung

Ehrung (u.a.)

Die Walter-Erbe-Realschule in Tübingen wurde nach ihm benannt

Großes Bundesverdientskreuz 



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