50 Jahre Friedrich-Naumann-Stiftung für die Freiheit Jahrzehnt 5


1999-2008: Das Jahrzehnt der Neuausrichtung

Themenschwerpunkte - Focus auf die Freiheit
Seit Anfang der achtziger Jahre arbeitet die Stiftung nach Themenschwerpunkten, die der jeweilige Vorstand beschließt und die verbindliche Vorgaben für Seminare und Publikationen weltweit sind. Bei allen Themenschwerpunkten standen und stehen die Freiheit des Einzelnen und Fragen einer freien Gesellschaft im Mittelpunkt. Diese Themenschwerpunkte setzte die Stiftung auch in Kampagnen um: 2002 war es die Kampagne „Neustart – eine Initiative für eine liberale Sozialpolitik“ und 2005 folgte die Bildungsinitiative „pro Kopf“.

Um ihre Arbeit für die Freiheit mit der Politik besser vernetzen zu können, zog die Stiftung zur Jahrtausendwende nach Potsdam.

Freiheit via Internet - Politische Bildung goes online

Virtuelle Akademie: Neues Lernen
Virtuelle Akademie: Neues Lernen
Sehr früh reagierte die Stiftung auf die Herausforderungen der neuen Technologien und auf verändertes Bildungsverhalten. 1999 sorgte sie mit ihrer CD-ROM „Im Namen der Freiheit“ für Aufmerksamkeit und erhielt für diese Arbeit das Comenius-Gütesiegel. 2002 schuf sie mit der Virtuellen Akademie als erste und bisher einzige politische Stiftung eine virtuelle Lernplattform. Die Virtuelle Akademie, 2005 mit dem angesehenen Europäischen E-Learning-Award (EureleA) ausgezeichnet, bietet sowohl reine Online-Seminare wie auch so genanntes „Blended Learning“, also die Kombination aus Präsenzveranstaltung und virtuellem Lernen. Damit erreicht die Stiftung vor allem Zielgruppen, die mehrtägige Seminare aus zeitlichen Gründen nicht wahrnehmen können. An diese Zielgruppen wenden sich auch die Regionalbüros in Halle, Hannover, Lübeck, Wiesbaden, Stuttgart, München und Hamburg mit Tages- und Abendveranstaltungen.

Preise für die Freiheit - Impulse für die Bürgergesellschaft

Genscher: eingerahmt von Kuratoriumschef Morlock und Stiftungschef Gerhardt
Genscher: Kuratoriumschef Morlok
2006 verlieh die Stiftung ihren ersten „Freiheitspreis“ an Hans-Dietrich Genscher. Mit diesem Preis, der alle zwei Jahre in der Frankfurter Paulskirche verliehen werden soll, will die Stiftung Persönlichkeiten würdigen, die im besonderen Maße Impulse für die Entwicklung einer liberalen Bürgergesellschaft gegeben haben und so zur Fortentwicklung freiheitlicher Ziele und Werte in Deutschland und in Europa beigetragen haben. Der zweite Preisträger wird 2008 der peruanische Schriftsteller Mario Vargas Llosa sein. Der Freiheitspreis steht in der Tradition weiterer Preise, die die Stiftung seit vielen Jahren vergibt. So ehrte der Karl-Hermann-Flach-Preis Journalisten und Publizisten, deren Beiträge ein besonderes Engagement für die Fortentwicklung des politischen Liberalismus und die Festigung der liberalen Demokratie erkennen lassen. Seit 1964 werden heraus ragende Arbeiten zur Geschichte und den geistigen Grundlagen des Liberalismus mit dem Preis der Wolf-Erich-Kellner-Stiftung ausgezeichnet.

Zeitschrift "Liberal" - Streitschrift für die Liberalen

2004 übernahm der ehemalige FAZ-Wirtschaftschef Hans D. Barbier, seit vielen Jahren Mitglied des Kuratoriums der Stiftung, die von Karl-Herrmann-Flach und Hans Wolfgang Rubin gegründete Zeitschrift „Liberal“. Die von der Stiftung herausgegebenen Vierteljahreshefte für Politik und Kultur erscheinen seit 1959 mit dem Anspruch, die Debatte um Ziele freiheitlicher Politik für das nächste Jahrzehnt mitzuprägen.



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